e premte, 29 qershor 2007

Google versus Microsoft

In der letzten Zeit war nun schon öfter über die Arbeitskultur und -bedingungen bei Google zu lesen. Gratis Essen, unzählige Freizeiteinrichtungen, eigene Buslinien etc. lassen uns gewöhnliche (österreichische) Arbeitnehmer, denen meist nicht mal ein gratis Kaffee gegönnt wird, vor Neid erblassen.

Dass diese „Arbeitserleichterungen“ nicht nur positiv sind – wie man auf den ersten Blick annehmen könnte – ist aber auch klar. Sie dienen mitunter natürlich dazu freiwillig soviel Zeit wie möglich für die Firma zu investieren und durch die Vielzahl an Angeboten das Unternehmen zum absoluten Lebensmittelpunkt zu machen. Das Ganze ist also ein zweischneidiges Schwert, denn für die Mitarbeiter sind der Einsatz und die Services verständlicher Weise angenehm und motivierend.

In diesem Zusammenhang ist von einem Ex-Google und Ex-Microsoft Mitarbeiter ein äußerst interessanter Blog-Eintrag entstanden wo dieser nach der Neuanstellung bei Microsoft ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudert und auf die Arbeitsbedingungen in beiden Firmen näher eingeht.

Hier der Link (englisch):
http://no2google.wordpress.com/2007/06/24/life-at-google-the-microsoftie-perspective/

Interessant sind auch unzähligen Kommentare zum Artikel.

Z.B.:

"I am working for an average of 9 hours per day in such a company… after that I just want to get out of there… be anywhere else but there. Whatever googles or another company does you can’t make people feel like the company is their home and feel comfortable “living” in there…
I have a couple of friends working for google right after college… during the first 3 months the company was almost their house… actually one of the guys told me that if he could sleep there he would have done that… the guys were going out of the company only to sleep….
BUT after this period of time they realized that they don’t have a personal life and started trying to have one…. Difficult….since people because of the culture of the company expect you to be almost 24/7 available. My friends are really frustrated with this now…."

e premte, 22 qershor 2007

Mittelalterfest in Baden bei Wien

Na endlich gab es in meinem Wohnort mal eine Veranstaltung die nicht ausschließlich für die Generation 60+ gedacht ist oder nur mit mindestens 2,0 Promille Alkohol im Blut überstanden werden kann.

Die Rede ist vom Badener Mittelalterfest, das am 16. und 17. Juni auf der Trabrennbahn veranstaltet wurde. Gemeinsam mit Freunden und meiner besseren Hälfte habe ich mich also samstagnachmittags dorthin aufgemacht. Im Vorfeld war ich doch sehr skeptisch, ob das ganze nicht nur mit ein paar kleinen Zelten und wenig Action getan war - trotz des doch stolzen Eintrittspreises von 10 Euro. Aber dem war dann doch nicht so: auf einem recht großen Areal (halber Trabrennplatz, falls das jemandem etwas sagt) gab es eine Bühne, einen riesigen Marktplatz mit unendlich vielen Ständen, einen Fressplatz (um dem Mittelalter zu entsprechen passt diese Bezeichnung ganz gut), einen Turnierplatz inkl. Tribüne, eine Ritterprüfung mit Bogenschießen etc., einen Münzprägestand und noch mehr (fast alles kostete aber extra!). Also das Angebot schien schon mal ganz gut - wenn auch überteuert - und auch die Menge an Besuchern war überraschend groß, wird also wohl nächstes Jahr wieder stattfinden.

Sehr auffallend waren sofort die vielen Verkleideten, die sich damit auch den Eintritt ersparten. Das sorgte für ein gutes Flair und teils auch für viel Staunen, denn hier waren Einige mit viel Liebe zum Detail am Werk.

Gleich nach Eintritt, gab’s dann dank guten Timings gleich mal ein Ritterturnier. Die Kostüme waren sehr schön, da hat man sich Mühe gegeben, die bis aufs Kleinste durchgeplante Dramaturgie und Choreographie war nun ja… ok (störend war es aber insbesondere, dass diese nur fünf Stunden später genauso wiederholt wurde). Lustig war es trotzdem und besonders den Kindern hat’s gefallen J

Als nächstes wurde der Markt inspiziert. Hier gab es wohl wirklich fast alles zu kaufen was das Ritterherz höher schlagen lässt: Trinkhörner, Gewand, Waffen, Rüstungen, Met, Schmuck, Geschirr…und noch vieles mehr. Die Preise waren insgesamt sehr durchwachsen, aber ein paar günstige Einkäufe ließen sich machen. Vor allem aber gab es aber viel zu sehen.

Auf der Bühne traten dann (alle zwei Stunden?) „die Tuivelsminnen“ auf, mit wortwörtlich „teuflichen Klängen aus dem Mittelalter“. Meins war’s nicht unbedingt, aber es trug insgesamt trotzdem positiv zur Stimmung bei. Nächstes Mal würde ich mir eine Band wie Menhir oder Equilibrium wünschen! J

Zum Abschluss unseres Besuchs gab’s dann noch einen nett gemachten Schaukampf gefolgt von der Wiederholung des Ritterturniers.

Uns hat es alles in allem gut gefallen, überhaupt fürs erste Mal war es doch mehr als in Ordnung. Trotzdem gäbe es noch viele Verbesserungsmöglichkeiten, was auf nächstes Jahr hoffen lässt.

Eine Anmerkung noch zum kulinarischen Angebot was zwar an sich gut war, mit Honigbier, Met und viel zum Essen. Trotzdem wären bei der brütenden Hitze 1-2 Stände mit Mineralwasser oder Ähnlichem wirklich nötig gewesen…hätte auch viel Geld gebracht.

Link: http://www.mittelalterfestbaden.at/

Fotos gibt’s natürlich auch!









e hënë, 18 qershor 2007

Bombiges Fernsehen in Tschechien

Nun jetzt ist anscheinend geklärt wo sich die europäische Hochburg des neuartigen Fernsehens befindet: in Tschechien. Denn was sich dort sonntags im Frühstücksfernsehen zugetragen hat war interaktives Fernsehen erster Güte!

Eine Gruppe tschechischer Künstler hackte sich in die Leitungen des tschechischen öffentlich-rechtlichen Senders CT2 und änderten das gezeigte Programm. Statt des üblichen äußerst unspektakulären Frühstücksfernsehens mit Bildern von Panoramakameras (dieser Art der Folterung bedient man sich ja auch bei uns auf ORF2) sah man plötzlich den Einschlag einer Atombombe inkl. obligatorischen Atompilzes. Wohl sehr zum Schrecken der vereinzelt zusehenden Personen ;)

Der Sender überlegt nun Anzeige zu erstatten. Tja...da verstehen wohl auch unsere Nachbarn keinen Spaß. Angesichts der Diskussionen um Temelin und der geplanten amerikanischen Raketenabfangstation könnte man doch eigentlich von einem originellen, kritischen Fernsehprogramm sprechen. Aber anscheinend sind solche Beiträge nicht das was man sich gemein hin als „Bürgerfernsehen“ vorstellt…eigentlich schade!

Video zu sehen unter: http://www.youtube.com/watch?v=MzaN2x8qXcM/

e shtunë, 16 qershor 2007

Ausblick: Starcraft 2

Die Ankündigung von Starcraft 2 verzückte weltweit die Spielergemeinschaft. Dass Blizzard sich auf alte Stärken bezieht anstatt sich weiter im Markt der MMORPGS dumm und blöd zu verdienen (dass sie das jetzt tun ist, wenn man sich die Anzahl an Verkäufen und Accounts von World of Warcraft ansieht kaum zu bestreiten) ist ihnen doch hoch anzurechnen. Mal ganz davon abgesehen, dass auch mit Starcraft 2 die Kassen bei Blizzard Entertainment klingeln werden, aber eine Spieleschmiede ist ja auch keine Wohlfahrt, was auch niemand verlangen würde.

Jedenfalls hat auch mich die Ankündigung der Fortsetzung dieses Erfolgsspiels sehr gefreut. Starcraft - und das ist jetzt schon 10 (zehn!) Jahre her – war schließlich das erste Computerspiel, welches mich wirklich monatelang fesseln konnte und auch das erste Spiel, das den Onlinewettkampf zum Mittelpunkt hatte. Seit diesem Zeitpunkt können mich auch die wenigsten Singeplayer Spiele lange vor den Monitor halten, denn online gegen andere oder mit anderen zu spielen ist einfach etwas ganz anderes.

Wirft man jetzt einen Blick auf die ersten Videos und Screenshots (zu sehen auf http://eu.starcraft2.com/ oder hier rechts im YouTube-Kasten) sieht das alles schon verdammt gut aus. Die Grafik ist zwar nicht umwerfend aber zweckmäßig; sie ist klar, kontrastreich, übersichtlich und wirkt sehr angenehm. Das ist genau das was ein ordentliches Strategiespiel braucht, denn für realitätsnahe oder atemberaubende Grafik gibt es andere Genres. Der zweite Vorteil daran ist, dass Starcraft 2 auch auf nicht so leistungsstarken Rechnern funktionieren wird und das sorgt für eine breite Spielerbasis. Hier war man also mit viel Verstand an der Sache. Böswillig könnte man natürlich auch sagen, dass Spiele von Blizzard grafisch noch nie herausragend waren ;)

Von der Balance, dem Spielgefühl und vor allem auch dem neuen Battle.net ist noch nicht allzu viel bekannt bzw. kann man diese Dinge jetzt noch nicht beurteilen. Die neuen Einheiten – soweit bekannt - wirken aber vernünftig und auch ansonsten kann man sich meiner Meinung nach beruhigt zurücklehnen und die Entwickler ihre Arbeit tun lassen, ohne Angst haben zu müssen, dass es kein Knüller wird.

Ich freu mich jedenfalls schon, auch wenn ich mich zwischenzeitlich wohl mit dem Diablo-Konkurrenzprodukt Hellgate:London trösten werde! ;)

e enjte, 14 qershor 2007

Kino-Review: Inland Empire

Schon über eine Woche ist es her, dass ich mir Zeit für den neuen Film von David Lynch genommen habe (war ja auch nur eine Woche lang in zwei österreichischen Kinos zu sehen…) und verstanden habe ich ihn – wie zu erwarten war – natürlich immer noch nicht. Die reine Verständnisfrage möchte ich hier auch gar nicht stellen, denn ich denke den Film in ein logisches Konstrukt mit Hand und Fuß zu verwandeln ist nicht möglich und vor allem auch nicht von Herrn Lynch gedacht.

Deswegen möchte ich nur ein paar Sätze zu diesem Film sagen, um ihm vor allem die verdiente Erwähnung zu schenken, denn ich kann nicht leugnen: er hat mich doch bewegt und noch mehr beschäftigt. Denn wer schafft es schon jemanden drei Stunden lang (bis auf einige kurze Hänger) gebannt auf die Leinwand schauen zu lassen um die teils wirrsten und verrücktesten Bilder - und vor allem auch Töne bzw. Musik …ja ich weiß schon die sieht man nicht auf der Leinwand J – zu verfolgen und sich dabei alle zwei Minuten zu denken: „Was zum Teufel?“. Dieses Privileg teilt sich David Lynch wohl nur mit wenig anderen Personen dieses Planeten.

Um dem ganzen noch eine kritische Note zu verleihen: Wer Lynch kennt und schätzt (ich hab aber selbst noch nicht alle Filme gesehen) oder sich einfach mal einen Film abseits vom Einheitsbrei ansehen möchte und dabei mit viel Surrealismus und Hasen (hah!) Leben kann dem kann ich den Film nur ans Herz legen! Wer das nicht kann - was ja keine Schande sein muss - der sollte die drei Stunden besser anders investieren. Review war das zwar nicht unbedingt eines - zumindest kein wirklich aussagekräftiges - aber ich werde mich bemühen das nächstes mal besser zu machen!

Ach und sollte doch jemand über Interpretationen und Deutungen diskutieren wollen, der sei dazu nur herzlich eingeladen, denn Spaß macht das ja dann doch ;)

e mërkurë, 13 qershor 2007

Mitten im 8ten ist nicht mehr

Na was muss ich denn da lesen? "Mitten im 8ten" läuft Ende Juni aus! Nun vielleicht ist das nicht die beste Thematik um meinen ersten richtigen Post zu veröffentlichen, denn am heutigen Tage und auch in den folgenden werden sich wohl wieder mal Millionen Österreicher das Maul zerreißen...

Versteht mich bitte nicht falsch, ich bin wirklich kein Verfechter der Serie (und alle meine Bekannten wissen das wohl auch), ganz im Gegenteil ich finde sie abgrundtief schlecht, sowohl aus dramaturgischer als auch aus schauspielerischer und programmtechnischer Sicht. Aber darüber hat sich mitunter auch schon die Presse nach allen Regeln der Kunst ausgelassen, ein leeres Schlachtfeld also. So wo war ich - ahja ... - doch gerade aufgrund dessen muss man die Entscheidung dieser Sitcom-Soap den Garaus zu machen wirklich begrüßen. Der einzig vernünftige und richtige Weg! Was ich jedoch vermisse ist ein deutlich ausgesprochenes Eingeständnis, dass man hier gelinde gesagt den Karren an die Wand gefahren hat. Hieß es nicht vom Programmdirektor, dass hier persönlich für den Erfolg gebürgt wird? Nun ja vielleicht ist dies am ersten Tag der Bekanntgabe dieser Entscheidung etwas viel verlangt; auch wenn ich bezweifle, dass in nächster Zeit so eine Stellungnahme zu lesen sein wird. Bis jetzt gab es in dieser Richtung ja auch nichts...

Die Frage stellt sich nur, ob die Ankündigung, dass an einem eigenproduzierten Ersatz gearbeitet wird als Drohung zu verstehen ist? Denn mit Verlaub gesagt, woher sollen denn plötzlich die innovativen und qualitativ wertvollen Ideen kommen? Dass sie an anderen Orten wie bisher gesucht werden, ist dann doch kaum zu erwarten.

Man darf gespannt sein!

Der erste Schritt..

..war im Grunde ein ganz spontaner.

Es ist ja aber nicht so, dass Bloggen etwas neuartiges ist. Inzwischen bedient sich wohl schon jeder Zweite eines Blogs, um damit sein persönliches Tagebuch zu führen, seine Memoiren digital festzuhalten oder einfach nur um seinen Senf dazu zu geben (zu was auch immer).

Also bin ich da wahrlich kein Pionier; nur verspürte ich jetzt einfach mal die Lust auch so etwas auszuprobieren um zu sehen was dabei herauskommt. Der Titel des Blogs spielt eigentlich nur darauf an, dass ich eigentlich kein konkretes Thema habe und ein "Erlebnisbericht" soll es auf keinen Fall werden. Ich dachte eher an eine Mischung aus kommentierten Neuigkeiten, Rezensionen zu Filmen, Büchern und CDs und allerlei Krimskrams...aber ich lass mich mal selber überraschen.


muh (das ließt ja eh keiner).