e mërkurë, 4 korrik 2007

Big Platter is watching you...

Wie heute und auch schon die letzten Tage öfter zu lesen war (z.B. unter http://derstandard.at/?url=/?id=2945696) will sich also unser lieber Innenminister Platter, zur Verbrechens- und Terrorbekämpfung der selben Methoden bedienen dürfen wie seine "Konkurrenz", die Kriminellen. Konkret spricht er von einer "Waffengleichheit" (wie theatralisch…) und will sogennante "Bundestrojaner" dazu einsetzen um Computer von Verdächtigen legal ausforschen zu können. Solche STASI-Methoden erinnern unweigerlich an "1984" oder "Demolition Man" und angesichts der Ausführungen des Herren Platter sucht man schon verzweifelt den nächsten Kotzkübel.

Das alles, wie auch die bald umgesetzte Vorratsdatenspeicherung, findet natürlich - wie in den letzten Jahren ständig - unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung statt. Da werden die Schauergeschichten der von Regierungen selbst inszenierten Terroranschläge immer weniger abwegig, alles nur mit dem Ziel die Bürger durchsichtig zu machen wie frisch geputzte Fensterscheiben. (Das ist an dieser Stelle natürlich eine maßlose Übertreibung..aber der Gedanke drängt sich irgendwie auf). Auf jeden Fall ist die medial geschürte Terrorangst ein gefundenes Fresse für alle Platters und Bushs unsere Privatsphäre ad absurdum zu führen.

Wer jetzt mal wieder mit dem Argument kommt "Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten", der soll bitte gleich sein Leben 24/7 ins Netz streamen. Das ist so eine abgelutschte und hirnlose Floskel, dass mir schon wieder übel wird (siehe zwei Absätze zuvor). Jedem seine Meinung und auch ich habe nichts "zu verbergen" aber es geht doch verdammt nochmal niemanden etwas an wo ich beispielsweise herumsurfe, wem ich was für E-Mails schreibe etc. (endlose Liste) Und wenn man ein bißchen weiterdenkt, muss man sich natürlich auch fragen: "Kann man den Personen hinter einem "Bundestrojaner" denn bedingungslos vertrauen bzw. will man das?" Natürlich kann man das Ganze als Kleinigkeit abtun und meine Zweifel (und glücklicherweise die vieler, vieler anderer Leute) als übertriebes Horrorszenario bezeichnen und doch behaupte ich Privatsphäre bzw. der persönliche, nicht-transparente Freiraum ist ein wichtiges Gut, keines das man leichtfertig aus der Hand geben darf. Genug schlechte Beispiele dazu sollten aus der Geschichte bekannt sein und eigentlich eine abschreckende Wirkung haben.

Folgendes treffendes Zitat musste ich heute zu dieser Thematik lesen:
"Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)

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